× Du besuchst unsere Seite mit dem Internet-Explorer. Bitte wähle einen anderen Browser für eine besseres Erlebnis! Besuche Browserauswahl!

Fische werden nach unterschiedlichen Gesichtspunkten eingeteilt. Das erzeugt hin und wieder Verwirrung. So werden Fische in der Küche beispielsweise nach Herkunft (Süß- und Salzwasserfische) oder Fischform (Rund- und Plattfische) unterschieden. Zoologen hingegen teilen Fische in Knorpel- und Knochenfische ein, die anhand von körperlichen Merkmalen systematisch in Ordnungen, Familien und Gattungen eingeteilt werden.

Zoologie

Aus zoologischer Sicht wurden früher die Wirbeltiere meist in zwei große Gruppen aufgeteilt: Fische und Landwirbeltiere. Eine etwas neuere systematische Untergliederung teilt die Wirbeltiere in die Klasse Kieferlose und die Klasse Kiefermünder auf. Innerhalb der Kiefermünder befinden sich sowohl die landlebenden Wirbeltiere, als auch die Fische. Die heute noch lebenden Fische wiederum werden in Knorpelfische und Knochenfische unterteilt.

Weitere Einteilung

Neben der zoologischen Unterteilung in Knorpel- und Knochenfische gibt es noch eine Reihe weiterer Unterscheidungen. Sie richten sich jeweils nach einer bestimmten Eigenschaft der Fische. Aus küchentechnischer Sicht werden Fische nach ihrer Herkunft in Salzwasserfische bzw. Meeresfische und Süßwasserfische, nach ihren Fettgehalt in Fettfische und Magerfische, nach ihrer Qualität in Konsum- und Edelfische sowie nach ihrer Körperform in Rund- und Plattfische eingeteilt.

Süß- und Salzwasserfische

Diese Einteilung von Fischen scheint auf den ersten Blick nicht sehr einleuchtend zu sein. Schließlich gibt es Fische die sowohl im Salzwasser als auch im Süßwasser leben und überleben können. So fragt man sich vielleicht, warum ein Lachs, der die meiste Zeit seines Lebens im Meer (also im Salzwasser) verbringt und nur zum Ablaichen in die Flüsse hinauf schwimmt, ein Süßwasserfisch ist. Ebenso der Aal, ein Salzwasserfisch, der die meiste Zeit seines Lebens in Seen oder Flüssen (also im Süßwasser) verbringt und nur zur Fortpflanzung in die Küstenregionen der Meere schwimmt. Die Antwort dieser Fragen findet sich an den Laichplätzen der Fische. Ob ein Fisch zu den Süß- oder Salzwasserfischen zählt, entscheidet also nicht sein Lebensraum, sondern sein Laichplatz.

Meeres- und Salzwasserfische

Von den gut 20.000 bekannten Fischarten, stammen die meisten Fische – die für die menschliche Ernährung von Bedeutung sind – aus dem Meer. Sie sind also Salzwasserfische bzw. Meeresfische. Der Lebensraum der Meeresfische untergliedert sich wiederum in verschiedene Bereiche. Die meisten Speisefische (etwa 90 Prozent der Meeresfische) leben in flachen, bis zu 200 m tiefen, nährstoffreichen, küstennahen Gebieten oder Schelfmeeren. Im Hochseegebieten trifft man etwa bis 800 m Tiefe noch nennenswerte Fischbestände an, die sich für den Fischfang lohnen. Fische sind aber durchaus noch bis hinunter in 5000 m tiefen Regionen der Weltmeere anzutreffen.

Süßwasserfische

Etwa 5000 Fischarten zählen zu den Süßwasserfischen. Ihr Lebensraum, etwa 2 Prozent der Erdoberfläche, sind stehende und fließende Gewässer. Die verschiedenen Gewässertypen bieten den Fischen sehr unterschiedliche Lebensbedingungen. Diese Gewässertypen werden durch ihre Umwelteinflüsse und Zusammensetzung in verschiedene Gewässertypen eingeteilt. Benannt werden die verschiedenen Gewässertypen nach dem am häufigsten vorkommenden Fischarten, den so genannten „Leitfischen”. Die Seen werden demnach in Saiblings-, Coregonen-, Brachsen-, Zander-, Plötzen- und Hecht-Schlei-Seen eingeteilt. Die Fließgewässer werden nach der oberen und unteren Forellenregion eingeteilt. Darüber hinaus gibt es die Fließwasserregionen Äsche, Barben, Brachsen und Kulbarsch-Flunder. Die Kulbarsch-Flunder-Region entspricht etwa dem Mündungsgebiet der Flüsse. Dort vermischt sich das Süßwasser der Flüsse mit dem Salzwasser der Meere. Darum leben dort auch Fische, die dich an einen geringen Salzgehalt des Wassers angepasst heben, wie beispielsweise die, zu den Salzwasserfischen zählende Flunder.

Geschichte

Wann sich die ersten Menschen von Fisch ernährt haben, kann nicht mit Bestimmtheit festgestellt werden. Die ältesten Fundstücke, die eindeutig für den Fischfang gedacht waren, sind Angelhaken. Das Alter dieser Angelhaken lässt sich auf etwa 8.00 Jahre v. Chr. zurückdatieren. Doch auch schon vor dieser Zeit sollte zumindest für Menschen, die an Flüssen, Seen oder Ozeanen von Zeit zu Zeit auf den Speisezettel gestanden haben. Schließlich braucht man zum Fischfang nicht zwingend ein (Fang-) Gerät. So werden in einigen Gebieten Afrikas oder Asien bis heute noch Fische gefangen, indem man nach Überschwemmungen oder Hochwasser Steinwälle aufbaut, um den Fischen den Fluchtweg in das offene Gewässer abzuschneiden. Gegen Ende des Hochwassers werden die Fische nur noch aus dem flachen Wasser aufgesammelt. Bis etwa 4000 v.Chr. entwickelten sich vom Fischspeer über Angeln, Pfeil und Bogen, Fischreusen, Zug- und Umschließungsnetze die meisten heute noch gängigen Fanggeräte und daraus resultierenden Fangmethoden. In der Neuzeit kamen mit Gift-, Dynamit- und Elektrofischen drei fragwürdige Fangmethoden dazu.